Bei stahlblauem Himmel und frostigen Temperaturen fuhr ich gestern den vierten Weltcup dieser Saison. Nachdem ich letzte Saison kein einziges gutes Slalomresultat hatte, waren meine Gefühle und Erwartungen etwas durcheinander. Im Training verlor ich regelmässig, was mich auch nicht gerade aufmunterte. Trotzdem sagte ich mir immer wieder, vergiss alles du kannst Slalom fahren. Mein Ziel war einfach anzugreifen, was mir im ersten Qualilauf noch nicht besonders gelang. Ich wurde auf meinem Kurs nur 15te (16 kommen in den zweiten Lauf). Ich war nun so hässig, dass ich im zweiten lauf richtig kämpfte, damit es für den Final reichte. Dies gelang mir gut und ich qualifizierte mich als 14te für den Final. Ich freute darüber sehr. Denn es ist schwierig so viele Plätze gut zu machen.
Nun sagte ich mir, du hast nichts mehr zu verlieren. Ich konnte mich im Finale steigern und hatte wieder einmal ein super Gefühl auf dem Slalomboard. Die erste Runde überstand ich gut. Im ¼ Finale hatte ich im ersten Lauf noch etwas Vorsprung doch im zweiten reichte es dann wegen 0,07 sek nicht weiter in die Top 4. Das ist Hundertstelpech. Das nächste Mal habe ich hoffentlich wieder Hundertstelglück.
Ich freue mich über den 8. Rang.

